Der Club
Besondere Stärken und Merkmale des Vereins
Eigentlich bestand ein Jugendclub schon immer, von Generation zu Generation weiter gereicht und jeweils einzigartig organisiert. Auch wir waren anfangs nur ein Jugendclub, Jugendliche mit vielen Ideen und Engagement. Mit Hilfe einiger Leute machten wir uns damals, noch zu DDR-Zeiten, als Jugendclub bemerkbar. Die erste große Aufgabe war der Kampf um die geeignete Räumlichkeit. Unterstützung holten wir uns von der Kreisstadt Bautzen – wir siegten voller Stolz!
Durch die Übergabe des Gebäudes, ehemals Mehrzweckhalle, wurden wir richtig aktiv. Schnell merkten die Jugendlichen wie viele Möglichkeiten offen sind, sich zu entfalten. Es wurde gebaut, saniert und renoviert, alles ohne finanziellen Rückenhalt oder Unterstützung. Jede freie Minute, jeder freie Tag, sogar Urlaub wurde und wird noch geopfert, um das Gebäude und das Gelände so schön wie möglich zu repräsentieren.
Wir gestalteten den Innenraum, bauten eine feste Bar mit einer ordentlichen Schankanlage, renovierten die Küche und es kam eine neue WC-Anlage dazu. Im Außenbereich bauten wir ein Lager mit integrierter Kleinbühne, umzäunten das Gebäude teils mit Holz, teils mit Mauerwerk, bastelten einen Kamin, bepflanzten das Gelände und legten ein Parkplatz an. Auch unser Kulturgut “Fass-Häuschen” wurde saniert. Alle dazu benötigten Materialien wurden hauptsächlich aus privaten Bereichen bezogen, der Rest kam aus der Vereinskasse.
Jede Hand half wo sie konnte. Jeder hatte seine Aufgaben. Es war wie ein Puzzle -tausend kleine Teile ergeben jetzt ein, für uns schönes Bild. Und trotzdem sind wir noch nicht ganz fertig, viele weitere Ideen und Pläne liegen vor.
Jedes Mitglied hat bei uns die Möglichkeiten sich handwerklich oder kreativ zu entwickeln. Bei uns lernt man auch seine Meinungen zu äußern, Standpunkte zu vertreten und sich dadurch charakterlich zu stärken. Jeder wird als gleichwertiges Mitglied behandelt. Wir freuen uns auf jedes neue Mitglied, weil es gerade heutzutage sehr schwer ist, Jugendliche von gemeinnütziger Arbeit zu überzeugen. So mancher möchte vielleicht kein Mitglied sein, aber bei der Organisation und Durchführung der Feste gerne und oft helfen.
Wobei wir schon bei unseren nächsten Stärken des Vereins sind. Damit auch alle rund um die Uhr beschäftigt sind, werden Veranstaltungen geplant. Es gibt ein Faschingstanz und ein Hexenbrennen, bekannt wohl in jedem Ort, gefolgt vom Maibaumwerfen in der ersten Maiwoche. Dieses Fest ist für uns wahrlich kulturelles Erbe. Wir durften schon das 60-jährige Jubiläum feiern. Für uns der ganze Stolz, da wir als einziger Ort in der Region auf eine solch lang anhaltende Tradition zurückblicken können. Gerade bei solchen Festen, bestätigt sich immer wieder unsere gute Zusammenarbeit untereinander und die mit dem Dorf. Außerdem organisieren wir das mittlerweile legendäre Sommerfest, eine der größten und regional bekanntesten Open-Air-Veranstaltungen mit Live-Musik. Und jedes Jahr freuen wir uns über steigende Besucherzahl – die Anerkennung unserer Bemühungen.
Erwähnenswert ist vielleicht auch so manche Programmgestaltung. Oft integrieren wir unser noch junges Publikum. So gab es schon in unseren Verein eine aktive Tanzgruppe und Teenager, welche Mini-Playback-Shows, Modellshows und andere tolle Programmdarbietung gestalteten. Wir konnten sie später als neue Mitglieder gewinnen.
Unsere besonderen Leistungen:
Wir haben um den Titel “Träger der freien Jugendhilfe” gekämpft und er wurde uns von Land Sachsen anerkannt.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt unserer Jugendarbeit ist die regelmäßige Unterstützung unseres örtlichen Kindergartens, durch Arbeitseinsätze in der Kindertagesstätte sowie Organisation und Durchführung von Kinderfesten.
Ebenso halfen wir einem hochwassergeschädigten Kindergarten in Bad Schandau. Wir nutzten unser Sommerfest zum Spendenaufruf. Der Erlös wurde an Weihnachten durch einen von uns gestellten Weihnachtsmann mit Engel überreicht. Auch kleine Geschenke wurden den Kindern gebracht.
Außerdem organisierten wir einen Bus, der uns nach Bad Schandau zu den Hochwasser-Geschädigten brachte, wo wir einen ganzen Tag bei den Aufräumarbeiten im Ort mithalfen.